Mit dem HERZEN sehen

Auf der göttlichen Spurensuche der Liebe

Geistige Heilweisen

  • Geistige Heilweisen dienen der Aktivierung der eigenen Selbstheilkräfte und
  • ersetzen nicht die Beratung, Tätigkeit und Diagnose des Arztes oder Heilpraktikers.

Manche Menschen sprechen heutzutage lieber von Energetischen Heilweisen. Wie dem auch sei, wichtig ist zu beachten: Auch Geistheiler unterliegen dem Heilmittelwerbegesetz, wenn sie sich im Internet präsentieren. Dies verdeutlicht eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. 

Zwei „Geistheiler“ hatten auf ihrer Homepage behauptet, sie könnten einen Beckenschiefstand in Sekundenschnelle ohne Körperberührung beheben. Weiter machten sie darauf aufmerksam, dass sie weder Ärzte noch Heilpraktiker seien und ausschließlich durch geistige Kraft heilten.

Dagegen befand das Bundesverfassungsgericht, der Schutz vor wirtschaftlicher Übervorteilung privater Verbraucher sei nicht deswegen weniger einschlägig oder weniger dringend, weil der Heiler jenseits der Grenzen naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und Überprüfbarkeiten arbeite. Anlass der gesetzlichen Regelungen sei nicht die Sicherstellung der Befähigung und der fachlichen wie charakterlichen Eignung des Heilenden, sondern die Schutzbedürftigkeit erkrankter oder älterer Menschen vor unangemessener, beeinflussender Werbung. (Aktenzeichen: 1 BvR 1226/06)
Ebenso wie Ärzte, Heilpraktiker und Angehörige anderer anerkannter Heilberufe dürfen Geistheiler keinerlei Heil- und Wirkaussagen zu Produkten oder Dienstleistungen machen, die wissenschaftlich nicht belegt werden können. Empfehlenswert sind meist allgemein gehaltene Informationen über die Vorgehensweise, wobei der Begriff „Therapie“ vermieden werden sollte, da Gerichte hierin eine Heil- oder Wirkaussage sehen könnten. Aus dem gleichen Grund sollte unterlassen werden, vom „Patienten“ zu sprechen. Besser ist es dann, mit „Anwendung“, „Klient“ oder ähnlichen Begriffen zu arbeiten. Verboten für die Öffentlichkeitswerbung sind beispielsweise auch Vorher-Nachher-Abbildungen und Bilder des Heilenden bei seiner Tätigkeit. Auch darf nicht mit Dankesschreiben von Kunden Werbung gemacht werden, was im vorliegenden Fall mittels eines Internet-Gästebuchs geschah. Dass geistige Heilweisen auch zu Selbsterfahrung und persönlicher Weiterentwicklung beitragen können, ist hingegen ein erlaubter Werbehinweis.

 Bemerkenswert und bedrückend finde ich diese beiden Sätze des Bundesverfassungsgerichtes:

  1. Anlass der gesetzlichen Regelungen sei nicht die Sicherstellung der Befähigung und der fachlichen wie charakterlichen Eignung des Heilenden, …“ GENAU das liegt aber mir und gewiss jedem Bürger am Herzen.
  2. „…befand das Bundesverfassungsgericht, der Schutz vor wirtschaftlicher Übervorteilung privater Verbraucher sei nicht deswegen weniger einschlägig oder weniger dringend, weil der Heiler jenseits der Grenzen naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und Überprüfbarkeiten arbeite.“

Foto-1_beschn_bearb-gedrEin kleiner Auszug aus meinem Grundsatzartikel, den ich 1999 für meinen ehemaligen Professor Dr. Lothar Katzenberger zur Veröffentlichung in der „Bayerischen Schule“ in der Serie „Wissenschaft  und Praxis“ schrieb –  http://www.heidemarie-r-ehrke.de/veroef/veroeffentlichungen.html – mit einem wesentlichen Aspekt, über den selbst der Bundesgerichtshof missverständlich informiert. Von wem wurde er beraten?

Zum Nachdenken über die sogenannte Wissenschaftlichkeit:

In der westlichen Medizin ist ein hoher Prozentsatz dessen, was als medizinisches Wissen gilt und angewandt wird, nicht wissenschaftlich bewiesen, sondern stellt lediglich bewährtes Erfahrungswissen dar.1 

HeideMarie R. Ehrke

, HeideMarie R. Ehrke

Aufgrund von Erfahrungen gilt es zum Beispiel als bewiesen – und niemand stellt dies heutzutage in Frage, daß Alkohol, regelmäßig in bestimmten Mengen getrunken, Gift für den Körper ist und schwere Schädigungen hervorruft. Allerdings ist die Wissenschaft nicht in der Lage, dies nach wissenschaftlichen Kriterien zu beweisen. Der Alkohol, den der Mensch A trinkt, kann bei diesem die gleichen Symptome und Auswirkungen haben wie bei Mensch B oder C –  oder auch nicht. Es ist also nicht vorhersagbar. Die Vorhersagbarkeit ist aber eines der Kriterien, dass etwas als ,wissenschaftlich bewiesen, anerkannt wird. Alkohol kann die Leber und/oder Gehirnzellen zerstören und/oder auf die Bauspeicheldrüse schädigend einwirken – oder auch nicht. Aber es ist nicht wissenschaftlich vorhersagbar, bei wem, wie, wann, ob und in welcher Art und Weise der Alkohol wirkt. Es ist also wissenschaftlich nicht beweisbar, dass Alkohol den Menschen bei regelmäßiger Einnahme schädigt, sondern ‘lediglich’ ein Erfahrungswissen.

Der Nachteil der heutigen westlichen Medizin ist: Sie sieht die Zusammenhänge im menschlichen Körper als lineare Prozesse von Ursache und Wirkung. Nach dem Verständnis der östlichen Heilkunst sind die Prozesse komplexer. Es gibt so vielfältige Faktoren, die Einfluss darauf haben, ob und in welcher Art ein Mensch durch Alkohol erkrankt, dass dessen Auswirkungen mit den derzeitigen wissenschaftlichen Methoden nicht vorhersagbar sind.

Ähnlich verhält es sich mit den Abläufen im menschlichen Körper bei der Arbeit mit den kinesiologischen Techniken. Sie sind so komplex, dass sie heutzutage mit den dafür ungenügenden Methoden der westlichen Medizin nur schwer beweisbar sind.

1  Man geht davon aus, dass 80 bis 85 % „gesicherter“ Annahmen der westlichen Medizin eben nicht wissenschaftlich bewiesen sind, sondern reines Erfahrungswissen darstellen. Und dieses Erfahrungs-WISSEN ist der Wissenschaft absolut ebenbürtig – wie hier in dem oben angeführten Beispiel des Alkohol-Missbrauchs.

Japanisches Sprichwort:Hebt man den Blick, so sieht man keine Grenzen.

Japanisches Sprichwort:
Hebt man den Blick, so sieht man keine Grenzen.

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